Inhaltssuche

Suchen Sie z.B. nach Artikeln, Beiträgen usw.

Personen- und Kontaktsuche

Wie kann ich mich am synodalen Prozess der Weltkirche beteiligen?
Wie kann ich mich am synodalen Prozess der Weltkirche beteiligen?

Wie kann ich mich am synodalen Prozess der Weltkirche beteiligen?

Mit dem Anstoß zu einem weltweiten synodalen Prozess lädt Papst Franziskus die ganze Kirche ein, Erfahrungen der Synodalität, d.h. gemeinsamen Unterwegsseins, zu reflektieren und daraus zu lernen. Es geht darum, Gemeinschaft zu leben, Teilhabe aller umzusetzen und sich der Sendung an der Seite Jesu zu öffnen.

Vom 17. Oktober bis zum 1. April 2021 findet in allen Diözesen ein Gesprächsprozess statt, an dem sich alle beteiligen können, die dies möchten. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesen Gesprächen werden zusammengefasst und an die Deutsche Bischofskonferenz geschickt. Sie fließen so in den weltweiten Prozess ein, indem aus allen Beiträgen weltweit ein Vorbereitungsdokument für die Bischofssynode im Oktober 2023 erarbeitet wird. Im gesamten Prozess geht es aber neben dieser Erarbeitung ganz wesentlich darum, dass in den Kirchen vor Ort Erfahrungen mit synodalen Gebets- und Gesprächsprozessen gemacht werden.

Schön, wenn Sie sich beteiligen möchten – Herzlich willkommen!


Und so geht es:


• Sie treffen sich mit zwei oder mehr Personen, mit denen Sie reden möchten. Dabei sind alle Gesprächspartner willkommen, ganz besonders auch solche, die sonst weniger oder gar nicht mit Christen bzw. der Kirche im Gespräch sind oder sonst nicht zu Wort kommen.

• Sie sprechen in dieser Gruppe über eines oder mehrere der von Papst Franziskus formulierten Themen. Die Liste der Themen finden Sie im Vorbereitungsdokument „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe, Sendung“ und auch unten in diesem Dokument.

• Alle Themen gilt es im Blick auf Synodalität (=Weggemeinschaft) hin zu erkunden. Dazu können folgende Fragen helfen:

  • Wie erfahre ich in der Kirche vor Ort Weggemeinschaft?
  • Welche Freuden und Einsichten, aber auch Schwierigkeiten, Hindernisse oder Verwundungen haben ich auf diesem Weg erfahren? Welche Emotionen löst das jetzt in mir aus?
  • Wo entdecke ich in meinen Erfahrungen und denen in meiner Gesprächsgruppe die Stimme des Geistes Gottes? Wo werden wir bestärkt, wo herausgerufen zur Veränderung? Welche Wege zeigen sich für die Kirche vor Ort?


Sie können alternativ zu dieser vereinfachten Fassung auch die originale Formulierung im Vorbereitungsdokument verwenden (Nr. 26).

• Es wäre schön, wenn im Gesprächsprozess auch Phasen der Stille und des Gebets möglich sind, um einander gut zu hören, im Herzen nachklingen zu lassen, was die anderen in der Gruppe bewegt und der Führung des Heiligen Geistes Raum zu geben. Hinweise dazu finden Sie in einem eigenen Dokument „Möglichkeiten des geistlichen Gesprächs

• Sie skizzieren kurz schriftlich, wer Sie sind, mit welcher Gruppe Sie gesprochen haben und was Sie im Gespräch miteinander zu dem jeweiligen Thema bewegt hat. Ihre Gesprächspartner dürfen anonym bleiben, wir bitten aber um eine allgemeine Charakterisierung (z. B. Alter, Geschlecht, Berufe, Konfession/Religion oder was Ihnen wichtig erscheint, um die Inhalte Ihres Gesprächs gut zu verstehen und wahrzunehmen, wer sich insgesamt am Gesprächsprozess beteiligt hat). Eine Vorlage für die Rückmeldung finden Sie unter dem Punkt "Ihr Feedback" auf dieser Seite. 

• Senden Sie den Beitrag Ihrer Gruppe bitte bis zum 1. April  (Der Zeitraum für die Rückmeldungen wurde verlängert!) über das Kontaktformular auf der Seite "Ihr Feedback" oder per E-Mail an syndlkrchbstm-fldd

• Wir danken Ihnen für Ihre Beteiligung und stellen Ihnen die Zusammenfassung aller Beiträge, die vom Bistum Fulda an die Deutsche Bischofskonferenz weitergegeben werden, im Anschluss zur Verfügung.

Sr. Igna Kramp CJ

Die zehn zu vertiefenden Themenfelder ...

Siehe dazu auch: Vorbereitungsdokument 30. 


I. DIE WEGGEFÄHRTEN
In der Kirche und in der Gesellschaft gehen wir Seite an Seite auf der gleichen Straße. Wer sind in Ihrer Teilkirche diejenigen, die „gemeinsam gehen“? Wenn gesagt wird „unsere Kirche” – wer gehört dazu? Wer bittet darum, gemeinsam zu gehen? Wer sind die Reisegefährten, auch außerhalb des kirchlichen Sprengels? Welche Personen oder Gruppen werden absichtlich oder tatsächlich außen vorgelassen?

II. ZUHÖREN
Das Zuhören ist der erste Schritt. Es erfordert aber, ohne Vorurteile, offenen Geistes und Herzens zu sein. Wem gegenüber hat Ihre Teilkirche eine „Bringschuld des Zuhörens“? Wie wird den Laien, besonders den Jugendlichen und den Frauen, zugehört? Wie wird der Beitrag der gottgeweihten Frauen und Männer integriert? Welchen Raum hat die Stimme der Minderheiten, der Ausgestoßenen und der Ausgeschlossenen? Gelingt es, Vorurteile und Stereotypen zu identifizieren, die das Zuhören behindern? Wie wird auf den sozialen und kulturellen Kontext gehört, in dem Sie leben?

III. DAS WORT ERGREIFEN
Alle sind eingeladen, mit Mut und Freimut [Parrhesie] zu sprechen, d. h. Freiheit, Wahrheit und Liebe zu integrieren. Wie wird innerhalb der Gemeinschaft und ihrer Organe ein freier und authentischer kommunikativer Stil gefördert, ohne Doppeldeutigkeit und Opportunismus? Wie sieht es im Hinblick auf die Gesellschaft aus, deren Teil wir sind? Wann und wie gelingt es, das zu sagen, was Ihnen am Herzen liegt? Wie funktioniert die Beziehung zu den Medien (nicht nur der katholischen)? Wer spricht im Namen der christlichen Gemeinschaft, und wie wird er oder sie ausgewählt?


IV. FEIERN
Ein „gemeinsames Gehen” ist nur möglich, wenn es im gemeinsamen Hören auf das Wort Gottes und in der Feier der Eucharistie gründet. Auf welche Weise inspirieren und orientieren tatsächlich das Gebet und die Feier der Liturgie das „gemeinsame Gehen“? Wie werden Ihre wichtigsten Entscheidungen inspiriert? Wie werden die aktive Teilnahme aller Gläubigen an der Liturgie und am Heiligungsdienst gefördert? Welcher Platz wird der Ausübung des Lektoren- und Akolythen-Dienstes eingeräumt?

V. MITVERANTWORTUNG IN DER SENDUNG
Die Synodalität steht im Dienst der Sendung der Kirche, an der teilzuhaben alle Glieder berufen sind. Alle sind missionarische Jünger. Auf welche Weise wird jeder Getaufte aufgerufen, Protagonist der Sendung zu sein? Wie unterstützt die Gemeinschaft die eigenen Mitglieder, die in einem Dienst in der Gesellschaft engagiert sind (sozialer und politischer Einsatz, Tätigkeit in der wissenschaftlichen Forschung und in der Lehre, in der Förderung der sozialen Gerechtigkeit, im Schutz der Menschenrechte und der Pflege des gemeinsamen Hauses, usw.)? Wie hilft sie ihnen, diesen Einsatz in einer missionarischen Perspektive zu leben? Wie erfolgt die Unterscheidung im Hinblick auf die Sendung und wer an ihr teilnimmt? Wie wurden die verschiedenen Traditionen im Hinblick auf den synodalen Stil bezüglich eines wirksamen christlichen Zeugnisses integriert und angepasst, die den Reichtum verschiedener Kirchen, besonders der orientalischen darstellen? Wie funktioniert die Zusammenarbeit in den Gebieten, in denen verschiedene Kirchen sui iuris zu finden sind?

VI. IN DER KIRCHE UND IN DER GESELLSCHAFT DIALOG FÜHREN
Der Dialog ist ein Weg der Beständigkeit, der auch Schweigen und Leiden umfasst, aber in der Lage ist, die Erfahrungen der Menschen und der Völker aufzugreifen. Welches sind die Orte und die Modalitäten des Dialoges im Inneren unserer Teilkirche? Wie wird mit den unterschiedlichen Sichtweisen, mit Konflikten und Schwierigkeiten umgegangen? Wie wird die Zusammenarbeit mit den benachbarten Diözesen, mit und unter den religiösen Gemeinschaften, die im Territorium präsent sind, mit und unter den Vereinigungen und Laienbewegungen, usw. gefördert? Welche Erfahrungen des Dialogs und des gemeinsamen Bemühens mit Gläubigen anderer Religionen oder mit Nichtgläubigen können weitergeführt werden? Wie tritt die Kirche mit anderen Instanzen der Gesellschaft in Dialog und lernt von ihnen: der Welt der Politik, der Wirtschaft, der Zivil-gesellschaft, der Armen ...?

VII. MIT DEN ANDEREN CHRISTLICHEN KONFESSIONEN
Der Dialog unter Christen verschiedener Konfessionen, vereint in der einen Taufe, hat im synodalen Weg einen besonderen Rang. Welche Beziehungen werden mit den Schwestern und Brüdern der anderen christlichen Konfessionen unterhalten? Welche Bereiche sind umfasst? Welche Früchte sind durch dieses „gemeinsame Gehen“ gereift? Welche Schwierigkeiten sind entstanden?

VIII. AUTORITÄT UND TEILNAHME
Eine synodale Kirche ist eine Kirche der Teilhabe und der Mitverantwortung. Wie werden die zu verfolgenden Ziele, die einzuschlagenden Wege und die zu erfolgenden Schritte festgelegt? Wie wird innerhalb unserer Teilkirche die Autorität ausgeübt? Wie sieht die Praxis der Teamarbeit und der Mitverantwortung aus? Wie werden die laikalen Dienste und die Übernahme von Verantwortung durch die Gläubigen gefördert? Wie funktionieren die synodalen Organismen auf Ebene der Teilkirche? Stellen sie eine fruchtbare Erfahrung dar?

IX. UNTERSCHEIDEN UND ENTSCHEIDEN
In einem synodalen Stil wird durch Unterscheidung auf der Basis eines Konsenses entschieden, der aus dem gemeinsamen Gehorsam gegenüber dem Geist hervorgeht. Durch welche Prozeduren und mit welchen Methoden wird unterschieden und wo werden Entscheidungen getroffen? Wie kann das verbessert werden? Wie wird die Teilnahme an Entscheidungen innerhalb hierarchisch strukturierter Gemeinschaften gefördert? Wie wird die Phase der Konsultation mit derjenigen der Entscheidung verbunden, den Prozess des decision-making mit dem Moment des decision-taking? Auf welche Art und Weise und durch welche Mittel werden Transparenz und Rechenschaft gefördert?

X. SICH IN DER SYNODALITÄT BILDEN
Die Spiritualität des „gemeinsamen Gehens“ ist dazu berufen, Bildungsprinzip der menschlichen und christlichen Person, der Familien und der Gemeinschaften, zu werden. Wie werden die Menschen ausgebildet, besonders diejenigen, die innerhalb der christlichen Gemeinschaft verantwortliche Stellen einnehmen, um sie zu befähigen, „gemeinsam zu gehen“, sich gegenseitig zuzuhören und miteinander in Dialog zu treten? Welche Ausbildung wird im Hinblick auf die Unterscheidung und die Ausübung der Autorität angeboten? Welche Instrumente helfen, die Dynamiken der Kultur, in die Sie hineingestellt sind, und ihre Auswirkung auf den Stil als Kirche zu verstehen?

... in leichter Sprache

10 Themen und Fragen in leichter Sprache 


1. WEGGEFÄHRTEN
Wer gehört zur Kirche? Wer ist in der Mitte / am Rand / außen vor?

2. ZUHÖREN
Wem sollte die Kirche zuhören?

3. DAS WORT ERGREIFEN
Wo in der Kirche können wir angstfrei sprechen?

4. FEIERN
Wie möchten wir Gottesdienst feiern?

5. MITVERANTWORTUNG IN DER SENDUNG
Wie können wir uns als Christen engagieren?

6. DIALOG IN KIRCHE UND GESELLSCHAFT
Mit wem sprechen wir wie?

7. ÖKUMENE
Wie erleben wir ökumenische Kontakte und wer gehört für uns zur Ökumene?

8. AUTORITÄT UND MITVERANTWORTUNG
Wie sind wir an kirchlichen Entscheidungsprozessen beteiligt?

9. UNTERSCHEIDUNGS- UND ENTSCHEIDUNGSPROZESSE
Wie erleben wir Gottes Geist bei kirchlichen Entscheidungen?

10. SYNODALITÄT LERNEN?
Wie können wir üben, gemeinsam Kirche zu sein?